Bericht und Bilder vom Tourstopp in Ahaus:
Am 24.04. machten wir in Ahaus Stopp, um hier die Anti-Atom-Bewegung zu unterstützen und darauf aufmerksam zu machen, dass sowohl der Kampf gegen Kernenergie als auch der Widerstand gegen Kohlekraft das gleiche Ziel haben: Klimaschutz!
Über 5.000 Menschen in Ahaus klingt im Vergleich zu den 120.000 bei der Menschenkette zunächst einmal sehr wenig, aber für Ahaus war es die größte Demonstration seit 1998. Und lokale Aktivisten wären wohl schon mit der Hälfte nicht unzufrieden gewesen…
Unser Infostand – diesmal ohne Pferd – war Anlaufstelle für etliche Menschen, mit denen wir schon in den vergangenen Tagen bei den verschiedenen Tourstopps zu tun hatten. Zudem erwiesen sich die Atomgegner nicht eben kohlefreundlich und füllten viele Listen mit ihren Unterschriften. Ein Zeichen, dass sich nicht alle durch die fleißige Lobbyarbeit der Konzerne bei der Erfindung der so genannten Stromlücke bei gleichzeitigem Atomausstieg und dem Verzicht auf neue Kohlekraftwerke täuschen lassen.
Und auch wenn es in NRW gar keine Atomkraftwerke gibt, war die Demonstration am Zwischenlager in Ahaus dennoch ein wichtiges und notwendiges Zeichen gegen den Fortbestand dieser Risikotechnologie. Denn NRW wurde durch das Zwischenlager und die Aufbereitungsanlage im wenige Kilometer entfernten Gronau zu einem wichtigen Zentrum der internationalen Atomwirtschaft ausgebaut.
Dabei konnten wir bei unserer Fahrt durch das Münsterland wieder mal beobachten, wie sich Strom klimafreundlich dezentral erzeugen lässt: unzählige Windräder auf den weiten Feldern, solargedeckte Scheunen und etliche Biogasanlagen säumten unseren Weg. Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Energierevolution auch vom massiven Widerstand der Großkonzerne nicht aufhalten lässt.